12.03.2020 | Neu-Ulm

Dr. Beate Merk ruft zu Achtsamkeit und Besonnenheit auf

Information zum Corona-Virus

 Landtagsabgeordnete Dr. Beate Merk unterstützt die Maßnahmen der Bayerischen Staatsregierung im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Corona-Virus. Gleichzeitig gilt es, sich im Alltag konsequent und besonnen zu verhalten aber nicht verunsichern zu lassen. Die Kommunalwahlen am Wochenende werden stattfinden.



 „Jeder Einzelne kann viel für seinen eigenem Schutz tun, indem alltägliche Dinge und Wege, die bisher ohne groß darüber nachzudenken gemacht worden sind, nun zunächst in Ruhe überdacht werden. Wer größere Menschenansammlungen meiden kann, sollte dies auch tun“, empfiehlt Dr. Beate Merk, die auch stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises für Gesundheit und Pflege im Bayerischen Landtag ist.

Das bayerische Kabinett hat ein Verbot von Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen beschlossen. Staatliche Theater, Konzertsäle und Opernhäuser werden vorerst bis zum Ende der Osterferien (einschließlich 19. April) geschlossen. Der Beginn der Vorlesungszeiten an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie für die Kunst- und Musikhochschulen wird auf den 20. April verschoben.

Die bayerische Staatskanzlei weist darauf hin, dass zum Schutz der Bevölkerung entschlossen gehandelt werden muss. Dadurch soll die weitere Ausbreitung des Virus eingedämmt werden. Täglich tagt der Coronavirus-Krisenstab unter der Federführung des Gesundheits- und Innenministeriums und entscheidet darüber, was erforderlich ist. Das Vorgehen wird direkt mit den beteiligten Behörden und Organisationen abgestimmt. Die Gesundheitsbehörden wollen Infektionen so früh wie möglich erkennen und sämtliche Kontakt-Personen ermitteln.

Des Weiteren hat der Ministerrat in seiner Sitzung am Dienstag erörtert, dass bei Veranstaltungen zwischen 500 und 1000 Teilnehmern eine genaue Risikobewertung vorzunehmen ist. Hier gelten die Richtlinien des Robert Koch-Instituts und des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Veranstalter werden deshalb gebeten, ihre jeweilige Veranstaltung im Landkreis Neu-Ulm gemäß dieser Prinzipien zu prüfen und gegebenenfalls danach zu handeln. Aufgrund der Gefahr einer weiteren Verbreitung des Virus wird im Zweifel um Zurückhaltung und Absage der Veranstaltung gebeten. Sollte ein Veranstalter an der Durchführung einer Veranstaltung festhalten wollen, ist dies dem Landratsamt Neu-Ulm mitzuteilen, damit dieses eine Risikobewertung vornehmen kann.

Das Gesundheits-Ministerium hat eine Hotline für Bürgermeister und Gemeinden eingerichtet. Bei Veranstaltungen unter 500 Personen liegt die Entscheidung bei jedem Einzelnen, ob er diese abhält oder besucht. Auch hier können die Richtlinien des Robert Koch-Instituts bei der Entscheidung helfen. Das Landratsamt wie auch der Ministerrat bitten die Bürgerinnen und Bürger darum, abzuwägen, was ihnen im Alltag so wichtig ist, dass sie darauf in nächster Zeit nicht verzichten möchten.

Wer unter Symptomen wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen oder Durchfall leidet und in den letzten 14 Tagen in einem der Coronavirus-Risikogebiete war oder Kontakt mit einem bestätigten Coronavirus-Fall hatte, sollte alle nicht notwendigen Kontakte zu anderen Menschen vermeiden und zu Hause bleiben – sowie umgehend telefonisch den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 anrufen.

Des Weiteren steht die Bürgerhotline des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) für allgemeine Fragen unter der Telefonnummer 09131/6808-5101 zur Verfügung.

Das Robert Koch Institut, die Bayerische Staatsregierung und der Landkreis Neu-Ulm informieren über weitere Details und über den aktuellen Stand der Dinge:

https://landkreis.neu-ulm.de/de/aktuelle-mitteilungen.html

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/infektionsmonitor-bayern/