05.02.2020

120.000 Euro für die Fuchsbandwurmforschung

Freistaat Bayern fördert auf Antrag von MdL Dr. Beate Merk nationale Echinokokkose Datenbank Deutschland des Universitätsklinikums Ulm

Gute Nachrichten aus Bayern für das Universitätsklinikum Ulm: Auf Initiative der Neu-Ulmer Landtagsabgeordneten Dr. Beate Merk erhält das Universitätsklinikum Ulm 120.000 Euro für die Fuchsbandwurmforschung. 

„Nach einem Gespräch mit Professor Dr. Kratzer habe ich mich für diesen Antrag stark gemacht. Die Forschung auf die-sem Gebiet ist für die bayerische Bevölkerung von großer Bedeutung“, betont Dr. Beate Merk, die Mitglied im zuständigen Fachausschuss Gesundheit und Pflege im Bayeri-schen Landtag ist. Die Summe von 120.000 Euro wird über den Nachtragshaushalt des Freistaates Bayern zur Verfügung gestellt und unterstützt die nationale Echinokokkose Datenbank Deutschland, die von der Arbeitsgruppe Fuchsbandwurm-Forschung am Universitätsklinikum Ulm etabliert wurde.
„Baden-Württemberg und Bayern tragen mit über 80 Prozent aller Erkrankungsfälle aktu-ell die Hauptlast in Deutschland. Deshalb liegt der Standort Neu-Ulm/Um voll im Zentrum des Geschehens. Um die Prävention nachhaltig zu fördern, soll mit den hier beantragten Mitteln die Nationale Fuchsbandwurm-Datenbank Deutschland verstetigt und unterstützt werden“, erklärt die Abgeordnete ihre Initiative und dankt den Kolleginnen und Kollegen im Landtag für die Unterstützung des so wichtigen Projektes.
 
Mit großer Freude reagierte auch Professor Dr. Wolfgang Kratzer auf die heutige Nachricht. Mit der Fuchsbandwurm-Datenbank Deutschland steht erstmals ein Register zur genauen Erfassung dieser oft sehr schwer zu diagnostizierenden Erkrankung zur Verfügung. Ca. 35-40 Prozent der Erkrankungsfälle sind in Bayern lokalisiert. Entscheidend für die Erkrankung ist die frühzeitige Diagnose, die häufig mit Leberkrebs oder Gallengangskrebs verwechselt wird und unbehandelt nach wie vor zum Tode führt. Nur durch eine genaue Erfassung der Erkrankungsfälle sind entsprechende Präventions- und Therapiemaßnahmen zur endgültigen Ausrottung der Erkrankung in Deutschland verfügbar.
„Die Etablierung der Nationalen Datenbank Deutschland und die Förderung durch den Freistaat Bayern stellt einen Meilenstein für die weitere Erforschung, speziell der Diagnostik, Behandlung und Versorgung unserer Patientinnen und Patienten dar“, erklärt Prof. Dr. Wolfgang Kratzer, der die Arbeitsgruppe Alveoläre Echinokokkose (Fuchsbandwurm-Erkrankung) am Universitätsklinikum Ulm leitet. „Wir freuen uns daher sehr über die Anerkennung und Unterstützung unserer Arbeit“. Das Universitätsklinikum Ulm gehört seit über 25 Jahren weltweit zu einer der führenden Forschergruppen auf dem Gebiet der Fuchsbandwurm-Erkrankung.