04.02.2020

Die CSU Senden demonstriert Geschlossenheit

Beim Neujahrsempfang der CSU Senden erntet Bürgermeisterkandidatin Claudia Schäfer-Rudolf kurz vor der Kommunalwahl viel Lob und Vorschusslorbeeren.

Frei von Dissonanzen präsentierte sich die Sendener CSU am Sonntag bei ihrem Jahresempfang im Haus der Begegnung. Kritik am Bürgermeister oder anderen Fraktionen gab es nicht zu hören – offenbar wollen sich die Christsozialen im letzten Teil des Wahlkampfs voll auf die eigene Linie konzentrieren.

(von links) Sendens CSU-Ortsvorsitzender Theo Walder, Bürgermeisterkandidatin Claudia Schäfer-Rudolf, Landrat Thorsten Freudenberger und Landtagsabgeordnete Dr. Beate Merk
„Man muss nicht immer einer Meinung sein, aber man sollte zum Wohle der Stadt eines Sinnes sein“ – diesen Satz stellte Fraktionschefin und Bürgermeisterkandidatin Claudia Schäfer-Rudolf ihrer Bilanz der vergangenen Monate voran. So sei es gelungen, bei Entscheidungen im Stadtrat den „früheren Hickhack“ zugunsten gegenseitigen Vertrauens zu beenden und politisch viel zu bewegen. Zu den Erfolgen der laufenden Wahlperiode zählte sie die beschlossenen Sitzgelegenheiten an Bushaltestellen, die Fair-Trade Zertifizierung, die neue Jugendverkehrsschule und Fortschritte bei Großprojekten wie dem Bahnhof. Dessen Modernisierung und die Verdichtung des Zugverkehrs sei eine Chance, den ÖPNV auch mit weiteren Busverbindungen zu stärken, etwa mit einer direkten Verbindung von Aufheim über die Florianstraße und Höll zum neuen Bahnhalt.
 
Nachverdichtung statt Zersiedelung müsse bei der Stadtentwicklung im Zentrum stehen, so Schäfer-Rudolf. Es gehe darum, den Erhalt von Lebensqualität in Senden vor weiteres Wachstum zu stellen. Über das Integrierte Stadtentwicklungskonzept könne sich die Kommune zudem das Vorkaufsrecht für Schlüsselgrundstücke sichern und so das Ortsbild positiver gestalten. Wichtig sei außerdem, bei der Erweiterung der Wirtschaftsschule an eine mögliche Einführung einer 5. Klasse zu denken. Insgesamt gehe es darum, „mit Realismus, Spaß an der Arbeit und Mut nach vorne zu schauen“.
 
Landrat Freudenberger: Claudia Schäfer Rudolf "bringt menschliche Wärme mit"
 
„Zukunftsvisionen mutig in den Blick nehmen“ will auch Landrat Thorsten Freudenberger, der für das Amt erneut kandidiert. Bezüglich der Sendener Wirtschaftsschule erklärte er, der Landkreis werde „die Schule auf Vordermann bringen“. Die Illertalbahn werde nach dem geplanten Ausbau „die erste S-Bahnstrecke“ der Region sein, so Freudenberger weiter. Es handle sich um das größte Infrastrukturprojekt im Kreis seit Jahrzehnten mit einer Investitionssumme von 330 Millionen Euro. An diesem Erfolg könnten auch einzelne Kritiker nicht rütteln.
 
Die örtliche Bürgermeisterkandidatin sei kompetent und engagiert, sagte Freudenberger. „Sie spaltet nicht, sondern führt zusammen und bringt menschliche Wärme mit“. Die CSU-Landtagsabgeordnete Beate Merk sagte: „Sie ist genau die Richtige für Senden – davon bin ich volle Kanne überzeugt.“ Schäfer-Rudolf werde die Stadt „hervorragend vertreten“. Das Wichtigste für Lokalpolitiker sei, dass sie die Menschen mögen, so Merk, „und das ist bei ihr definitiv der Fall“. Dass Schäfer-Rudolf und die Neu-Ulmer Bewerber-Kollegin Katrin Albsteiger offenbar mehr zusammenarbeiten wollen, zeige, dass die Region auf starke Frauen setzen könne.

Quelle:https://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Die-CSU-Senden-demonstriert-Geschlossenheit-id56629911.html